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Einführung - Bevölkerung - Wirtschaft - Verkehr - Umwelt - Stadtplanung - Geschichte - Tourismus - Selbstverständnis - Erziehung und Umwelt - Demokratie und Bürger - Schlussfolgerungen
 
Die Weser ist Rückrat und zentrale Lebensader unserer Stadt. Seit jeher ist sie sowohl bedeutender Bezugspunkt für die Bewohner als auch Garant zahlreicher nützlicher Funktionen, nicht zuletzt ist sie charakteristische und erhaltenswerte Zierde unseres Stadtzentrums. Perspective: la Vesdre, le Quai Pierre Rapsat et le Pont des Récollets
 
Dieses einzigartige und wertvolle Stück Natur in unserer Innenstadt muss offen bleiben und in seiner Kontinuität unbeschädigt für Verviers und seine Bürger erhalten werden.
 
Im 19. Jahrhundert hat man die Weser wegen ihrer hohen Verschmutzung abgedeckt, sie war zu einer öffentlichen, übelriechenden Kloake unter freiem Himmel verkommen. Heute versucht man europaweit die Flüsse sauber zu halten, zu sanieren und zu renaturieren. Urheber dieses Gedankens ist nicht zuletzt der Vertrag über die Reinhaltung der Weser. Der allgemeine Zustand der Weser hat sich in den letzten Jahren so deutlich verbessert, dass man sie heute als einen der gesündesten Flüsse in Belgien bezeichnen kann: Wasserqualität und Zustand der Uferbereiche haben sich deutlich verbessert. Sicherlich leidet der Wasserlauf aber auch weiterhin unter Vernachlässigungen seiner Anwohner und Nutzer, auch bedürften einige Fassaden im Bereich rue Spintay der Sanierung und Verschönerung. Das rechtfertigt aber keinesfalls die Überbauung der Weser zumal obige Vernachlässigungen, am Gesamtzustand der Weser gemessen, unerheblich und relativ einfach zu beheben sind. Im Gegenteil, wir haben die Aufgabe, Verviers und die Weser nachhaltig zu schützen, indem wir die Bedürfnisse von Stadt und Fluss aufeinander abstimmen.
 
Man muss sich wirklich Fragen, inwieweit dieses Projekt mit fundamentalen Grundsätzen der Stadtplanung, so wie sie seit vielen Jahren von der öffentlichen Verwaltung der Wallonie gepredigt werden, vereinbar ist. Insbesondere kommen Lebensqualität, die sparsame Nutzung von Grund und Boden und seiner Ressourcen, die Erhaltung und Entwicklung des kulturgeschichtlichen Erbes, der Schutz der Natur und des Landschaftsbildes bei der Planung zu kurz. Wie kann man vom Bürger die Einhaltung geltender stadtplanerischer Grundsätze einfordern, wenn ein derartiges Projekt diese zugleich mit Füßen tritt?
 
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