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Mit der Überbauung des Flusses vernichtet der Plaunungsträger die grüne Lunge des Zentrums von Verviers und damit die innerstädtischen Uferbereiche der Weser zum Nachteil der Bevölkerung, die gerade in diesem citynahen Wohnbereich nicht ausreichend über Gärten verfügt. Es ist der Flusslauf mit seinen Aussichtspunkten und seinen ohnehin nicht allzu großzügigen Grünflächen, der die Lebensqualität in Spintay und dem Fluss gegenüberliegenden Wohnquartieren verbessert. Mit dem geplanten Einkaufszentrum verliert die Bevölkerung der Innenstadt nicht nur sonnige Erholungsflächen, zusätzlich wird auch noch die Aussicht auf das Wasser verbaut. Der Innenstadt von Verviers soll eine Käseglocke übergestülpt werden, zugleich wird der in diesem Bereich ohnehin knappe, öffentlich verfügbare Erholungsraum verkleinert. Für die Anwohner wird sich damit die Lebensqualität deutlich verschlechtern. |
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Die Zerstörung von Wohnqualität in der Innenstadt verursacht einen Migrationsdruck in Richtung der Vorstädte. Bevölkerungsschichten, die es sich leisten können ziehen fort. Gleichzeitig verarmt, verlottert und ghettoisiert der Citybereich.
Sollte man nicht sowohl den heutigen wie auch den künftigen Bewohnern der Innenstadt die Rahmenbedingungen für ein menschenwürdiges Leben ermöglichen? Warum dürfen sich ihre Familien nicht frei und mit besten Voraussetzungen entfalten? |
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Verviers ist nicht Brüssel, Lille oder Lüttich. In Großstädten werden Folgeschäden, die riesige Einkaufszentren verursachen, teilweise durch der Großstadt inhärente Faktoren, z. B. kulturelle Angebote, kompensiert. An Sonn- und Feiertagen wie auch außerhalb der Öffnungszeiten überdimensionierter Einkaufszentren, wie in Verviers geplant, entstehen jedoch menschenleere Phantombereiche mit unerwünschten Begleiterscheinungen: angrenzende Stadtviertel werden unattraktiv, verwahrlosen und werden verlassen, die verbleibende Bevölkerung fühlt sich nicht mehr sicher.
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