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Einführung - Bevölkerung - Wirtschaft - Verkehr - Umwelt - Stadtplanung - Geschichte - Tourismus - Selbstverständnis - Erziehung und Umwelt - Demokratie und Bürger - Schlussfolgerungen
 
Dieses Projekt widerspricht allen Vereinbarungen über Umweltstandards, insbesondere den von der EU im Jahre 2000 erlassenen Rahmenvorschriften über Wasser, die in die Wassergesetzgebung der Wallonie (Code de l'Eau Wallon) übernommen wurden. Diese Vorschriften verbieten jegliche zusätzliche Beeinträchtigung des Oberflächenwassers. Mehrere Umweltziele dieses Zukunftsvertrages werden durch das Projekt geradezu verhöhnt.
 
Wir verweisen desgleichen nachdrücklich auf die Bedeutung des Programms über die Verbesserung der Wasserqualität, die im Vertrag über diesen Bereich der Weser gemeinsam, mehrheitlich und ohne Gegenstimmen vereinbart wurde. In diesem Zusammenhang widerspricht eine auch nur lokale Beeinträchtigung des Wasserlaufs der allgemeinen Zielsetzung des Vertrages über die Weser sowie den Zielen verschiedener Investitionen und deren Geldgebern. La Vesdre à Verviers
 
Weiterhin ist die geplante Überbauung der Weser auf einer Länge von mehr als 220 m und die damit einhergehende völlige Verdunkelung des Wasserlaufs vom natürlichen Licht eine unüberwindbare, in ihren Auswirkungen schwer einzuschätzende Barriere für Flora und Fauna (insbesondere ein Hindernis für wandernde Fischbestände). Und das zu einer Zeit, da Bau- und Umweltrichtlinien sowohl in der Wallonie als auch europaweit die Erhaltung und Wiederherstellung von natürlichen Wasserläufen favorisieren und Bauvorhaben diese Standards auch aktuell berücksichtigen. Was nutzen millionenschwere Investitionen der wollonischen Region in ein Programm der Wasserverbesserung der Weser (Bau mehrerer Wasseraufbereitungsanlagen, usw), die die Forelle in unseren Gewässern wieder heimisch machen soll, wenn die Weser zugebaut wird?
 
Der Bauherr, der diese Probleme nun auch sieht, beabsichtigt, den Tunnel künstlich zu beleuchten. Diese lächerliche Maßnahme ist aus verschiedenen Gründen nicht akzeptabel: sie verursacht erheblichen Energieverbrauch und wiederspricht damit allgemeinen ökonomischen und ökologischen Grundsätzen (Abkommen von Kyoto), sie kann natürliches Tageslicht nicht ersetzen, schlimmstenfalls könnten sich bleibende, irreparable Schäden einstellen. Insbesondere durch die geplante Veräderung des Flusslaufs wie auch infolge der Baudurchführung selbst müssen weitere negative Folgen für die Gesundheit der Weser befürchtet werden. Alle vom Bauträger vorgesehenen Maßnahmen können nur sehr begrenzt die zu befürchtenden negativen Folgeschäden vermindern und sind deshalb abzulehnen.
 
Der Bauträger geht von einem erheblichen Wachstum des Autoverkehrs in Richtung Einkaufszentrum aus. Entspricht das eigentlich den nachhaltigen Entwicklungszielen, denen sich die Wallonie verschrieben hat? Soll man einerseits in unserem Interesse die Erhaltung des brasilianischen Urwalds im Amazonasbecken vertreten und andererseits gleichzeitig bedenkenlos ein Stück eigener Natur opfern? La Vesdre à Verviers
 
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